Sieben Vorlagen, mit denen aus Angeboten Aufträge werden
Warum Kunden nach dem Angebot schweigen und wie Sie freundlich nachfassen. Mit sieben fertigen Texten für E-Mail und WhatsApp.

Warum Kunden nach einem Angebot nicht antworten
Ein Kunde, der nach dem Angebot schweigt, hat selten abgesagt. Meist ist etwas dazwischengekommen. Der Partner hat noch Fragen, ein Vergleichsangebot liegt auf dem Tisch, oder die Summe wirkt größer als erwartet. Viele warten einfach darauf, dass sich der Betrieb meldet.
Wer nicht nachfasst, überlässt den Auftrag dem Wettbewerber, der es tut. Dabei haben Sie bis hierhin schon viel investiert: Besichtigung, Planung und Kalkulation sind erledigt.
Die häufigsten Fehler beim Nachfassen
- Gar nicht nachfassen, weil im Tagesgeschäft keine Zeit bleibt.
- Nur einmal nachfragen und dann aufgeben.
- „Haben Sie sich schon entschieden?“ fragen, ohne etwas Neues anzubieten.
- Sofort Rabatt geben, bevor klar ist, warum der Kunde zögert.
Wann Sie nachfassen sollten
Bewährt hat sich ein einfacher Rhythmus: zwei Tage nach dem Angebot, dann nach einer Woche, dann nach drei Wochen. Danach folgt eine letzte, freundliche Nachricht. Wer bis dahin nicht geantwortet hat, bekommt in einigen Monaten eine neue Erinnerung.
Jede Nachricht braucht einen Grund. Eine offene Frage klären, eine Information zur Förderung ergänzen oder einen Termin für Rückfragen anbieten. So wirkt Nachfassen wie Service und nicht wie Druck.
Sieben Vorlagen für E-Mail und WhatsApp
Guten Tag Frau Wagner, ist unser Angebot gut bei Ihnen angekommen? Wenn beim Lesen Fragen aufgetaucht sind, gehen wir sie gern gemeinsam durch. Ein kurzes Telefonat von zehn Minuten reicht meistens.
Guten Tag Herr Roth, ich habe für Sie noch einmal ausgerechnet, wie viel Ihres Solarstroms Sie mit dem Speicher selbst nutzen würden. Die Zahlen schicke ich Ihnen gern. Passt Ihnen ein kurzer Anruf am Donnerstag?
Guten Tag Frau Wagner, oft möchte die ganze Familie das Angebot verstehen, bevor sie entscheidet. Gern erkläre ich es Ihnen beiden in einem kurzen Videotermin am Abend. Sagen Sie mir einfach, wann es Ihnen passt.
Guten Tag Herr Roth, falls Ihnen die Investition hoch erscheint, zeige ich Ihnen gern zwei Wege. Wir können die Anlage etwas kleiner planen oder über eine Finanzierung sprechen. Was wäre Ihnen lieber?
Guten Tag Frau Wagner, es ist gut, dass Sie vergleichen. Achten Sie dabei auf die Komponenten, die Garantie und darauf, wer die Anlage später wartet. Wenn Sie möchten, gehe ich beide Angebote Punkt für Punkt mit Ihnen durch.
Guten Tag Herr Roth, ich möchte Sie nicht drängen und frage nur kurz nach. Ist das Projekt noch aktuell, oder hat sich Ihr Zeitplan verschoben? Beides ist völlig in Ordnung.
Guten Tag Frau Wagner, ich melde mich ein letztes Mal zu unserem Angebot. Wenn das Thema später wieder aktuell wird, bin ich gern für Sie da. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.
Preisbedenken und Vergleichsangebote
Fragen Sie nach, bevor Sie den Preis senken. Hinter „zu teuer“ steckt oft eine andere Sorge: Lohnt sich das wirklich? Was passiert, wenn etwas kaputtgeht? Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung oder ein Hinweis auf Garantie und Wartung überzeugt öfter als ein Rabatt.
Bei Vergleichsangeboten hilft Offenheit. Erklären Sie, worin sich Ihr Angebot unterscheidet. Kunden schätzen Betriebe, die ihnen beim Vergleichen helfen, statt den Wettbewerb schlechtzureden.
Ein einfaches Nachfass-System
Halten Sie für jedes offene Angebot drei Dinge fest: das Datum, den nächsten Schritt und den Grund für die nächste Nachricht. Für den Anfang reicht eine Liste. Wichtig ist, dass jemand im Team dafür zuständig ist und sie jeden Morgen durchgeht.
In Renoway sehen Sie alle offenen Angebote auf einen Blick, mit dem ganzen Verlauf jedes Kunden. Ein Nachfass-Agent, der sich meldet, sobald Ihr Kunde das Angebot geöffnet hat, folgt demnächst.